Aufbau eines kommunikativ starken Sport- und Gesundheitsnetzwerkes. Direkte Ansprache möglicher Partner. Einbindung der Zuwandererorganisationen von Anfang an.
Ein Sport- und Gesundheitsnetzwerk, das die Menschen erreichen will, braucht Nachhaltigkeit.
Denn was gut ist und Bestand hat, schafft Vertrauen, das Kreise zieht. Und wo ein gelungener
Anfang gemacht ist, können Sport und Gesundheit auch auf andere Kernfelder menschlichen
Zusammenlebens abstrahlen.
Im modernen Sportverein gehört Gesundheitssport selbstverständlich dazu. Damit diese Angebote auch Zuwandererfamilien erreichen, ist die Öffnung der Vereinsführung für neue Zielgruppen notwendig.
Ein funktionierendes Netzwerk hat messbare Vorteile: neue Mitgliederinnen und Mitglieder in den Vereinen und Hilfe bei der Kostenersparnis bei den Krankenkassen. Auch die Menschen profitieren davon. In einer sportlichen Umgebung ist der zwischenmenschliche Kontakt unkomplizierter. Ferner entwickeln sich Körpergefühl und Gesundheitsbewusstsein.
Alles ist im Fluss - vor allem die Information. Von der politischen Plattform bis in die Institutionen des Sport- und Gesundheitswesens hinein. Weiter über Sportvereine, Arztpraxen und Apotheken bis an die Basis. Doch die Informationskette muss durchlässig sein und auch von der Zielgruppe den umgekehrten Weg in die Entscheidungsgremien antreten können.
Ein integratives Sport- und Gesundheitsnetzwerk hat viele Aufgaben: Es muss die
Kommunikationshürden zwischen Mehrheitsgesellschaft und Zuwanderergemeinden
überspringen und die Zusammenarbeit ethnischer Gruppen untereinander anstossen. Kontaktpflege
und Netzwerkarbeit bilden die Grundlage einer erfolgreichen Integration.
Vor allem Erfolg steht das Anwerben von Multiplikatoren. Das ist eine Personengruppe, die sich in Mehrheitsgesellschaft und Zuwanderercommunitys gleichermassen auskennt und ihre kommunikativen Drähte heisslaufen lässt. Wenn Sportvereine, Gesundheitsorganisationen wie auch die Organisationen der Zuwanderer Bereitschaft zur Öffnung signalisieren, ist das ein erster Schritt zur Zusammenarbeit.
Und wenn Migrantinnen und Migranten mit örtlichen Einrichtungen in Sport und Gesundheitswesen eigenständig suchen und finden, dann ist viel erreicht. Denn Zuwandererfamilien, die speziell auf sie zugeschnittene Angebote nutzen, sind zum interkulturellen Brückenschlag bereit. So schaffen sie gemeinsam mit der alteingesessenen Bevölkerung eine neue Normalität im Quartier.
Seit fast drei Jahren stellen sich die Integrationsspezialisten von start der Aufgabe, Zuwanderermädchen und -frauen in den organisierten Sport in Hessen verstärkt einzubinden.
Das vom Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport geförderte und unter der Trägerschaft des Landessportbundes Hessen e.V. innitierte Projekt will jedoch mehr:
Es nutzt den Sport als probates Medium der Zusammenführung von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Kultur. Es steigert die gegenseitige Toleranz und fördert identifikative Integration der Zuwanderer an ihren Wohnorten.
Innovativ und professionell in der Herangehensweise bricht das startTeam interkulturelle Visionen auf das Leben im Stadtteil herunter und verankert sie im hessischen Sport. Die Projekt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter bauen Brücken ins Gesundheitswesen. Sie verstehen sich als Dienstleister in Sachen Abbau von Informationsdefiziten. Sie sind " Türöffner" in die Mehrheitsgesellschaft und die Zuwanderercommunity.
Das Angebot von start umfasst folgende Punkte:
Besonders in einer Informationsgesellschaft bilden Kontaktpflege und Netzwerkarbeit die Grundlage einer erfolgreichen Integrationsarbeit.
Frau Simone Bitterer
Büro des Bürgermeisters
Telefon: 06190 970-183
Telefax: 06190 970-134
E-Mail: simone.bitterer@hattersheim.de
Frau Heike Bülter
Telefon 06190 / 935818
E-Mail: stadtteilbuero-hattersheim@web.de
Ansprechpartnerinnen: Gül Keskinler, Sabine Engelhof,
Martina Kalich-Lang, Chinwe Ezeagu
Telefon 069 / 6789 271
E-Mail: projektstart@lsbh.de