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"Auf dem Weg zum Beruf" - Videoproduktion

Träger: Cihad Taskin - Diversity Management & interkulturelle Kompetenz

Durchführung: 28.3.2005 - 30.06.2005

Beschreibung des Projektkonzepts und der Projektziele

Foto der männlichen Jugendlichen, die an dem Projekt teilnahmen

Männliche Jugendliche mit geringerer Bildung aus einem sozial benachteiligtem Umfeld haben es aufgrund von sprachlichen in Verbindung mit emotionalen Defiziten oft besonders schwer, Kontakte in die Berufswelt hinein aufzubauen. Dies gilt besonders für das Spektrum der soziale und kommunikative Kompetenz erfordernden Berufe. Dazu kommt, dass die weiblichen Jugendlichen nicht nur aufgeholt, sondern sie zum Teil schon überholt haben. Dieses Phänomen ist auch bei nicht-deutschen Jugendlichen feststellbar. Bei letzteren kommen noch kulturell bedingte Vorstellungen von der Rolle von Frauen und Männern in Gesellschaft, Familie und Beruf hinzu. Deshalb legt das Projekt besonderen Nachdruck auf die Reflexion von Männer- und Frauenbildern im beruflichen Kontext.

Traditionelle Bewerbungstrainings helfen oft nicht weiter. Gefragt sind intelligente Konzepte, die unter der Voraussetzung einer Knappheit auf der Angebotsseite und einem Mangel an Fähigkeiten auf der Nachfrageseite offensiv und effektiv auf die Anbieter von Praktikumsstellen, Lehrstellen und Beschäftigungsmöglichkeiten zugehen zu können, Zugangsstrategien zur Arbeitswelt für Jugendliche entwickeln.

Foto der männlichen Jugendlichen bei der Gruppenarbeit

Hier setzt das Projekt an. Männliche Jugendliche und junge Erwachsene (zum Teil mit Migrations- Hintergrund) werden in ihrer Stadt sowohl Klein- als auch Großbetriebe erkunden. Dort werden sie Recherchen zu ihren Berufswünschen betreiben und diese mit einer Videokamera festhalten. Auf diesem Weg lernen sie auch ihren jeweiligen gewünschten Beruf kennen. Der Fokus liegt auf der Erkundung von Ausbildungsmöglichkeiten in ihrer eigenen Stadt. Die Erfahrungen, die dabei gemacht werden, sind aber auch auf andere Betriebe und Dienstleistungsunternehmen übertragbar.

Durch die Methode des Interviews (mit dem Geschäftsführer, Meister, Vorarbeiter usw.) bauen die Jugendlichen eine Beziehung zu diesen auf und stellen sich somit die Weichen für einen eventuellen Einstieg in das Unternehmen.

Vorgehensweise

Ziele des Projektes

Gender Mainstreaming

Im Rahmen der Vorbereitung, der Durchführung und der Auswertung der Interviews in den Betrieben soll ein Schwerpunkt auf die Reflexion von Männer- und Frauenbildern und deren Brechung sowohl in den Berufswünschen der Jugendlichen als auch im beruflichen Alltag gelegt werden. Dabei geht es darum, den Horizont der Jugendlichen in Bezug auf eine berufliche Tätigkeit und eine entsprechende Ausbildung zu erweitern.

Ergebnisse

Teilnehmerzahl: 11 Personen

Erreichung der Projektziele

Die Biographie des Projektleiters (türkische Herkunft) prädestinierte ihn als Vorbild für die Jugendlichen. Ebenso positiv wirkten Erfahrungen mit erfolgreichen Beispielen aus der Migrantenökonomie.

Die zeitliche Überschneidung mit der Bewerbungsphase und die Möglichkeit, ein Projekt mitzugestalten, dass die Zielsetzung Praktika, Ausbildung, Wunschberufe hatte, sorgte bei den Jugendlichen für eine starke Motivation. Insbesondere förderte die Kooperationsbereitschaft der Schule den wechselseitigen Respekt von Lehrern und Schülern.

Die Jugendlichen besuchten sechs örtliche Betriebe und führten Gespräche mit den Verantwortlichen. Das Arbeiten an den Themen Interkulturalität und Jugendkultur (Ausländer sein, jung sein) stiftete bei den Jugendlichen das Vertrauen, dass ihre Themen nicht als Klischees sondern ernst genommen werden. Durch das Einüben von bestimmten Situationen konnten Teilnehmern Ängste im Vorfeld der Betriebsbesuche genommen werden.

Das Ansetzen an einer jugendrelevanten Sprache (Film- bzw. Medienästhetik) trug zur erfolgreichen Fertigstellung des Films (DVD) über die Befragung der Betriebe durch die Jugendlichen bei. Im Rahmen einer öffentlichen Projektvorstellung präsentierten die Jugendlichen ihre filmische Dokumentation des Projekts.

Schon während des Projektes konnten vier Jugendliche in betriebliche Praktika und einer in eine Lehrstelle vermittelt werden.

Nachhaltigkeit

Neben der Schaffung von Kontakten zwischen Betrieben und Jugendlichen und der Qualifizierung der sozialen Kompetenz der Jugendlichen ist besonders hervorzuheben, dass sich zwei Betriebe bereit erklärt haben, für Jugendliche Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen und zwei weitere solche in Aussicht gestellt haben. Aufgrund der offensichtlichen Wirksamkeit des Vorgehens könnte die Nachhaltigkeit der Maßnahme durch ihre Eingliederung in die Förderstrategie im Rahmen des SBG II gesichert werden.

Kontakt und Informationen:

Koordinationsstelle der Projekte des Programms "Lokales Kapital für soziale Zwecke"

Frau Simone Bitterer
Büro des Bürgermeisters
Telefon: 06190 970-183
Telefax: 06190 970-134
E-Mail: simone.bitterer@hattersheim.de

Stadtteilbüro Hattersheim

Frau Heike Bülter
Telefon 06190 / 935818
E-Mail: stadtteilbuero-hattersheim@web.de

Projektkoordination

Herr Cihad Taskin - Diversity Management & interkulturelle Kompetenz
Mobil: 0171 / 15 48 402
Festnetz: 069 / 75 00 95 61
E-Mail: c.taskin@dil-frankfurt.eu

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