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Aufbau eines MentorInnen-Netzwerk für Jugendliche in Hattersheim

Projektträger: Cihad Taskin, DIL- Diversity Management & Interkulturelle Kompetenz

Projektzeitraum:

Der nie endende Schatz

Das im Folgenden dargestellte Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des Ziels, nachhaltige Unterstützungsstrukturen zur Förderung des Bildungsniveaus verbunden mit beruflicher Orientierung unter Aktivierung und Nutzung lokaler Ressourcen aufzubauen. Mit dem Projekt soll dem Mangel an Angeboten im Bereich des Erwerbs von sozialen und kulturellen Schlüsselkompetenzen sowie dem Mangel an Möglichkeiten einer den eigenen Möglichkeiten entsprechenden beruflichen Lebensplanung bei benachteiligten Jugendlichen entgegengewirkt werden.

Im Rahmen des Projekts werden sieben MentorInnen aus der Stadt Hattersheim am Main und dem Umland für die Arbeit mit und für Jugendliche gesucht. Diese MentorInnen blicken auf einen großen Erfahrungsschatz sowohl im Arbeitsleben als auch in Sachen Lebenserfahrung. Die MentorInnen decken die Industrie, Dienstleistung, Öffentlicher Dienst, Handwerk, soziale und kulturelle Kompetenz ab. Bei der Umsetzung des Projekts wird insbesondere auf das lokale Netzwerk und die auf die bereits im Rahmen anderer Projekte aufgebauten Kontakte in die Bereiche der privaten Wirtschaft und der öffentlichen Institutionen zurückgegriffen (im Besonderen auf die lokale Wirtschaftsförderung).

In der ersten Phase werden Trainings mit achten und / oder neunten Klassen der örtlichen Gesamtschule zu - Übergang Schule Beruf Lebensplanung - durchgeführt (zwei bis drei Tage je Klasse). Struktureller Bestandteil der Trainings ist die Sensibilisierung für Genderfragen auf der Grundlage eines interkulturellen Ansatzes hinsichtlich des Themenfeldes "Ausbildung und Arbeit". Parallel finden Treffen mit Interessierten statt, um gemeinsam ein Setting zu erstellen, in dem alle Beteiligten bei der Entwicklung des MentorInnennetzes Verantwortung übernehmen können/wollen. Das dialogische Lernen steht dabei im Mittelpunkt. Die Teilnehmer/-innen werden in getrennten Fortbildungen auf das Thema und Aufeinander vorbereitet. Es finden gemeinsame Trainings statt, in deren Rahmen die Erfahrungen aller für alle geöffnet werden. Die zentralen Themenfelder sind:

Jugendliche gehen für zwei Tage mit ihren Mentor/-innen in den Arbeits- und Privatkontext. Patenschaften bzw. MentorInnenbeziehungen für einzelne Jugendliche sollen auf diese Weise angeregt werden. Schließlich soll das aufgebaute Netzwerk von Mentor/-innen von einer der beteiligten Institutionen langfristig betreut werden.

Gender Mainstreaming

Die Teamer/-innen für die Projekttage und die Moderatoren/-innen für die Veranstaltungen werden jeweils mit einem Mann und einer Frau besetzt. Dabei wird auch eine unterschiedliche Herkunft der Teamer/-innen (deutsch / nicht deutsch) gewährleistet. Männer- und Frauenbilder, wie sie in unterschiedlichen kulturellen Kontexten ausgeprägt sind, werden thematisiert, ebenso die damit verbundenen wechselseitigen Vorurteilsbildungen. Durch das Projekt werden insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund angesprochen, damit die doppelte Herausforderung als Ausländische Frau sichtbar werden kann. Auch die eher deutschsozialisierten Teilnehmer/-innen werden hinsichtlich der mit Berufswünschen verbundenen Geschlechterthematik sensibilisiert. Durch Anbindung an erfolgreiche erwachsene Vorbilder sollen die tradierten geschlechterkonnotierten Berufswünsche erschüttert werden und Raum für neue gemacht werden.

Ergebnisse - Nachhaltigkeit

Die Resonanz war sehr gut. Insbesondere, dass sich Unternehmen selbst als Mentoren zur Verfügung stellen, ist ein wichtiger Gesichtspunkt. Allerdings muss konstatiert werden, dass die Vermittlung des neuen Ansatzes und die Arbeit insbesondere mit den Mentoren einen hohen Aufwand bedeutet, so dass es im Rahmen des Projekts nicht mehr möglich war, Mentoren und Menties in der vorgesehenen Weise zusammenzuführen. Dieser Schritt muss auf der Grundlage der geleisteten Vorarbeit noch erfolgen.

Kontakt und Informationen:

Projektkoordination

Herr Cihad Taskin - Diversity Management & interkulturelle Kompetenz
Mobil: 0171 / 15 48 402
Festnetz: 069 / 75 00 95 61
E-Mail: c.taskin@dil-frankfurt.eu

Koordinationsstelle der Projekte des Programms "Lokales Kapital für soziale Zwecke"

Frau Simone Bitterer
Büro des Bürgermeisters
Telefon: 06190 970-183
Telefax: 06190 970-134
E-Mail: simone.bitterer@hattersheim.de

Stadtteilbüro Hattersheim

Frau Heike Bülter
Telefon 06190 / 935818
E-Mail: stadtteilbuero-hattersheim@web.de

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