Im Jahr 2006 konnte bereits die Grundlage für eine sozialspezifische Beobachtung des Projektgebiets unter Beteiligung von Experten sowie von Bewohnerinnen und Bewohnern gelegt werden. Die erhobenen Daten liefern eine wichtige und aktuelle Grundlage für die Sichtbarkeit der Verteilung von Armutsrisiken im Quartier. Mit dem Mikroprojekt konnten diese Risiken erstmals mit Bezug auf das Projektgebiet in ihrem Ausmaß sichtbar gemacht werden. Seither dienen die im Zuge des Projekts gewonnenen Daten als qualifizierte Referenz für die sozialstrukturelle Beschreibung des Projektgebietes. Allerdings waren die Widrigkeiten, die sich auf Grund der Umstellung der Datenerhebung und Auswertung im Zuge der Einführung und Weiterentwicklung der Grundsicherung für erwerbslose Hilfebedürftige einer Fortschreibung entgegenstellten so groß, dass die Fortschreibung der Ursprungserhebung zur Gewinnung von sozialraumbezogenen Entwicklungslinien zunächst nicht erfolgen konnte.
Glücklicherweise bot die Verlängerung des Förderprogramms die Möglichkeit, in diese schwierige Situation mit externer Unterstützung einzugreifen und eine erste Fortschreibung der sozialstatistischen Daten und damit eine dynamische Sozialraumbeobachtung zu ermöglichen. Dank der Unterstützung aller Beteiligten - die nur durch deren Mitwirkung im Rahmen des Begleitausschusses sichergestellt werden konnte - konnte die Aufgabe der Fortschreibung angepackt werden. Damit die notwendigen Daten erhoben werden konnten, hat die Optionskommune ihr statistisches Programm zur Erstellung des Sozialberichts umgestellt, so dass lediglich Detailkorrekturen und deren Abstimmung mit den Datenlieferanten erforderlich wurden.
Auch die erprobte und allseits geschätzte Beteiligung lokaler Akteure und Bewohnerinnen und Bewohner am Prozess des sozialräumlichen Monitoring konnte erfolgen und es ist mindestens eine weitere Runde für dieses Jahr geplant.
Da auf Grund der Fortschreibung ein Zeitraum von gut drei Jahren überschaut werden kann, hoffen die lokalen Akteure und die Stadt Hattersheim am Main darauf, dass das sozialstatistische Monitoring eine weitere Grundlage für Evaluationsansätze von Projekten wie der Sozialen Stadt oder auch das Förderprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" liefern wird.
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