Das Mikroprojekt förderte Frauen mit Migrationshintergrund durch Qualifizierung im Textilbereich. Diese Qualifizierung wurde durch eine Migrantin mit einer Ausbildung zur Bekleidungstechnikerin aus dem Projektgebiet angeleitet. Außerdem stellte das Projekt einen Rahmen zur Verfügung, in dem sich die Teilnehmerinnen regelmäßig treffen und zusammen arbeiten konnten. Damit ist das Projekt ein gutes Beispiel dafür, dass soziale Integration und Förderung von beschäftigungstauglichen Fähigkeiten und Kenntnissen keinen Widerspruch, sondern vielmehr eine Einheit bilden können.
Da das Projekt nicht nur qualifizieren sondern auch bei der Suche nach Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt unterstützen sollte, wurde im Rahmen des Projekts auch eine Berufsberatung durchgeführt. Für diese Aufgabe wurde eine Fachkraft mit entsprechender Qualifikation gewonnen. Im Verlauf des Projekts wurde das Angebot der Berufsberatung schließlich ausgeweitet, weil es sehr viele Interessentinnen und Interessenten außerhalb des Projekts gab, die - nachdem sich das Angebot herumgesprochen hatte - hier einen Bedarf anzeigten.
Dadurch hat das Projekt neben seiner Kernaufgabe auch einen Bedarf an sozialraumorientierter Berufsberatung aufgedeckt, der offensichtlich noch nicht durch sozialraumorientierte Jobbörsen des SGB-Trägers abgedeckt wird.
Insgesamt partizipierten 28 Frauen und fünf Männer und damit insgesamt 33 Personen an dem Projekt. Da das Projekt im Kern ein Qualifizierungsprojekt für Frauen mit Migrationshintergrund darstellt, ist die große Überzahl weiblicher Teilnehmerinnen verständlich. Ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts waren langzeitarbeitslos.
Als besonders zu würdigendes Ereignis des Projekts ist zu nennen, dass vier Personen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten und eine Person bei einer Existenzgründung unterstützt werden konnte. Dies zeigt, dass eine sozialraumorientierte Vermittlungstätigkeit bisher ungenützte Ressourcen freizusetzen vermag.
Frau Simone Bitterer
Büro des Bürgermeisters
Telefon: 06190 970-183
Telefax: 06190 970-134
E-Mail: simone.bitterer@hattersheim.de
Frau Heike Bülter
Telefon 06190 / 935818
E-Mail: stadtteilbuero-hattersheim@web.de